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- Aktuelle Ausgabe -

Ausgabe 01/2018

Liebe Tierfreunde und Gönner des Tierschutzvereines!

Leider haben in letzter Zeit unserer Arbeit und dem Tierheim nicht wohlmeinende Personen begonnen, über Facebook und andere Medien Unwahrheiten und haltlose Vorwürfe zu verbreiten, insbesondere über unsere Vergabemodalitäten und die Tierheimarbeit. Man greift sogar auf Zeiten vor der Funktionsperiode des derzeitigen Vorstandes (ab 2011) zurück.
Meistens handelt es sich um Personen, die noch nie das Heim besucht haben. Wieso das geschieht, kann man eigentlich nicht verstehen, weil solche Vorgangsweisen in erster Linie den in Not geratenen Tieren schaden.
Ich möchte Ihnen daher beispielhaft für das vergangene Jahr 2017 die Anzahl der während dieses Jahres aufgenommenen Tiere (gefunden, ausgesetzt, entlaufen, beschlagnahmt) und im gleichen Zeitraum vermittelten und abgegebenen Tiere (an Plätze vermittelt, dem Eigentümer zurückgegeben) bekanntgeben.


Insgesamt wurden zu unserem Bestand im Jahr 2017 folgende Tiere in unserem Tierheim aufgenommen:

Gesamtzahl 454: davon Fundtiere 224,  Verzichtstiere 52, Behördentiere 11, Pensionstiere 85
Wildtiere: 82
Vermittelte Tiere: 183 : davon Fundtiere  123, Verzichtstiere 44, Behördentiere 5, Pensionstiere 11
Von den entlaufenen Tieren konnten 172 Tiere ihren Besitzern zurückgegeben werden.
Die Wildtiere wurden zur Gänze – die Igel nach der Winterruhe-  ausgewildert.


Viele alte und kranke Tiere konnten in Heimpflege vergeben werden, wobei der Tierschutzverein alle Tierarzt- und Medikamentenkosten weiterhin übernimmt.

 

Auch in den Vorjahren waren die angeführten Zahlen ähnlich umfangreich. Voraussetzung für die Vergabe eines Tieres an einen guten Platz ist nach wie vor eine eingehende Überprüfung des gesamten Umfeldes (Halteerlaubnis, Größe des Platzangebotes, Familiensituation), wobei die Überprüfung nicht immer auf Verständnis bei den Bewerbern trifft, insbesondere wenn die Vergabe eines Tieres auf Grund einer nicht passenden Gesamtsituation guten Gewissens nicht verantwortet werden kann. Priorität hat immer das Wohlbefinden des Tieres, nicht der unbedingte, oft unüberlegte und kaum realisierbare Wunsch eines Bewerbers, unter allen Umständen ein bestimmtes Tier haben zu wollen. Eine solche Ablehnung führt, wenn sie nicht akzeptiert wird, oft zu Drohungen mit der Presse oder einflussreichen Personen. Wir sind aber keinesfalls bereit, solchen Druckmitteln nachzugeben, wenn die Voraussetzungen für die Vergabe des Tieres nicht stimmen.
Leider kommt es auch manchmal vor, dass trotz eines günstig erscheinenden Platzes die Vorstellungen und Wünsche der Tierbesitzer im Nachhinein nicht erfüllt werden, z.B. ist die Katze nicht sauber, nicht genügend aktiv, der Hund bellt zu viel oder das Tier kommt mit den Kindern nicht zurecht. Solche Umstände sind bei der Vergabe nicht immer vorhersehbar, weshalb in seltenen Fällen das Tier bedauerlicherweise zurückgenommen und neuerlich ein anderer Platz mit besserem Tierverständnis eines neuen Bewerbers gefunden werden muss.
Sie können versichert sein, dass wir weiterhin das Wohl der Tiere im Auge behalten und gemeinsam mit Ihnen, liebe Tierfreunde, unermüdlich unsere Tierschutzarbeit im Tierheim fortsetzen.

Herzlichst Ihr Dr.Eckehart Ziesel