Liebe Tierfreunde,

 

die ersten 100 Tage des neuen Führungsteams im Heim haben viele Turbulenzen und Aufregungen gebracht!

Anfang Mai wurden innerhalb weniger Tage insgesamt 34 Hundewelpen mit zwei Muttertieren ins Heim gebracht, wobei es sich in einem Fall um einen beschlagnahmten illegalen Tiertransport mit 24 Welpen und einem Muttertier, im anderen Fall um eine mit 10 Welpen am Saalachspitz ausgesetzte Hündin handelte.
Da einige der Welpen neugeboren und zum Teil noch blind und gesundheitlich angeschlagen waren, war das gesamte Team mit Tierärzten wochenlang rund um die Uhr mit der Pflege und Betreuung gefordert. Der überwiegende Teil der Welpen konnte gerettet und auch bis auf wenige bereits an gute Plätze vermittelt werden, aber auch für die restlichen hoffen wir, so bald als möglich ein neues zu Hause zu finden.

Leider wurde wir in unserem Bemühen um Vermittlung der Welpen wie schon seit Monaten weder von den zuständigen Politikern noch von den Medien (eine Ausnahme) unterstützt. Der Boykott der Salzburger Nachrichten, Salzburg TV und ORF ist aus den bereits bekannten Gründen immer noch aufrecht. Berichte über das Tierheim gibt es nur, wenn man negativ berichten kann. Gerade für die unvorhergesehene Welpenflut wäre eine Unterstützung zur Weitervermittlung sehr hilfreich gewesen. Sowohl SN als auch ORF haben unsere diesbezügliche Bitte abgelehnt. Auch ein großer, namhafter Tierfuttermittelbetrieb hat unsere Bitte um Unterstützung in Form von Futtergutscheinen nicht beantwortet.  Möglicherweise, weil dort nach unserer Kenntnis eine Gegnerin unseres Vereines im Vorstand tätig sein soll.
Auf Grund der im Vorjahr begonnenen Hetz- und Verleumdungskampagne gegen den Verein und das Heim ist leider, wie befürchtet, die finanzielle Lage des Vereines geschädigt worden: Ausbleiben von Spenden, Legaten, neuen Mitgliedern etc., wozu zusätzlich auch das Fehlen jeder Unterstützung durch die zuständige Politik beigetragen hat.

Das Land, welches gesetzlich für die Fundtiere zuständig ist und die Verwahrung finanzieren müsste, zahlt nur einen Bruchteil der durch die Verwahrung und Haltung der aufgenommenen Tiere entstehenden Kosten. Weil seit Jahren die Leistungen des Landes und auch der Stadt in keinem Fall die tatsächlichen Kosten decken, musste der Verein in immer größerem Ausmaß auf die in  Vorjahren angesparten Rücklagen greifen, um den Betrieb aufrecht erhalten zu können. Ohne eine grundlegende Regelung einer den erbrachten Leistungen angemessenen Bezahlung durch die nach dem Gesetz zuständigen Behörden, ist der Betrieb des Heimes auf längere Sicht erheblich gefährdet.

Ich bitte daher alle Mitglieder und wohlmeinende Freunde des Tierheimes um weitere Unterstützung unseres Anliegens, den gefährdeten Tieren eine Chance für ein lebenswertes Weiterleben zu geben!

Großer Dank gebührt vor allem jenen zahlreichen Freunden und freiwilligen Helfern, welche tagtäglich mit vielen Hunden des Heimes spazieren gehen und den Hunden damit ein Stück Zuneigung und Lebensqualität geben. Ein ganz besonderer Dank gilt auch der Salzburger Bevölkerung, die uns nach einem einzigen Aufruf in der  „Krone'' mit einer Flut von Sachspenden (Decken, Polster, Wäsche) für die Welpen unterstützt haben.   

Die in den letzten Wochen bemerkbare Aufbruchstimmung im Heim durch zahlreiche Besucher und freiwillige Helfer stimmt mich zuversichtlich, in Zukunft eine entsprechende Basis für eine erfolgreiche Weiterführung des Heimes zu finden.

 

Herzlichst Ihr

Dr.Eckehart Ziesel